18.06.2017

weiblich U11

Da ist das Ding!

Die SSVg erkämpft sich den Bergischen U11 Pokal!

Die beiden bemerkenswertesten Dinge an der Saison unserer E-Juniorinnen waren sicherlich die Tatsache, dass wir im dritten Jahr endlich mehr als nur konkurrenzfähig waren und der Ärger rund um die schlecht kommunizierte Umsetzung der U11 Fairplay-Liga.
Die Freude bei ersterem ist, dass ein paar Mädels noch immer von Anfang an dabei sind. Nun konnten sie, nachdem sie lange Zeit eine Menge Lehrgeld bezahlt haben, nun die ersten Früchte ihrer harten Trainingsarbeit und teilweise sehr bitteren Spielpraxis ernten. Eine Entwicklung, auf die die Mädels echt stolz sein können.
Auf der anderen Seite das Pilotprojekt des FVN die Fairplay-Liga nicht nur bei F- und G-Junioren (Bambinis) sondern auch bei E-Juniorinnen einzuführen. Neben einem einzelnen Versuch in der Vergangenheit bei einer einzelnen Jungs-Staffel im Kreis Essen, war es nun für alle U11 Mädchen-Ligen Pflicht. Wohlgemerkt: Nur bei den Juniorinnen!
Die Wellen die das vor allem im Kreis Solingen geschlagen hat, kann man in den anderen Berichten und vor allem auf unserer Facebook Seite von „SSVg 06 Haan Jugend" in Erfahrung bringen.
Fakt war nun am Ende: Von unserer ersten erfolgreichen Saison ist nichts statistisch erfasstes geblieben. Alle Ligaspiele wurden mit 0:0 gewertet (eine komplette Entwertung fand nicht statt, da die Statuten Spielberichte/Ergebnismeldungen ab E-Jugend vorschreiben).
 
Dankenswerterweise setzte die Staffelleiterin auch noch ein Zeichen, indem es beim Tag des Mädchenfußballs im wunderschönen Rheinstadion in Monheim nun doch noch zum zweiten Bergischen U11 Pokal kam.
Erst im letzten Jahr, auch beim TdM (damals noch vom TSV Gruiten ausgerichtet), wurde der große Wanderpokal erstmals ausgespielt. Es wäre auch eine Schande gewesen, so eine spannende Geschichte direkt wieder einstampfen zu müssen.
Statt mit vier Teams, wie bei der letzten Veranstaltung, starteten wir diesesmal im Viertelfinale mit Gegnern aus unserem Kreis. Unsere Nachbarn nördlich der A46, waren allerdings nicht mit an Bord. Und auch der ASV Wuppertal nicht, da sie leider ihr kleines Team zum Saisonende auflösen mussten. Der 1. FC Mettmann war leider nicht angetreten.
 
Nun also waren wir pünktlich früh morgens in Monheim, denn schon um 09:00 Uhr stand das Viertelfinale gegen den Gastgeber auf dem Programm. Auch mal wieder einer dieser Gegner, mit denen wir uns diese Saison angefreundet haben. Erst kürzlich stellten wir ihnen 3 Gastspielerinnen bei einem Freundschaftsspiel bereit und auch sonst gingen wir immer gut miteinander um. Auch hier seien wieder unsere Liga-Spielberichte dem interessierten Leser anempfohlen.
 Der Modus lautete: K.O. Spiele ab Viertelfinale, alle Spiele über 2x 20 Minuten mit Schiedsrichter.
Danke an die Referees! Alle waren nett und pfiffen einwandfrei. Einige Mädels mussten sich nach einer Saison ohne Schiris wieder daran gewöhnen, dass der Ball erst im Aus ist, wenn ein Pfiff zu hören ist. Aber das tut den 2006ern, die kommende Saison auf jeden Fall mit Hilfe der Schiris ihre D-Juniorinnen Spiele bestreiten werden, auch gut.

Monheim hat die Saison über echt zu gelegt. Wie häufig verteidigten sie wieder sehr tief. Wir machten von Beginn an Druck. Aber wir schafften es nicht, uns mal richtig frei zu spielen. Zuviele Einzelaktionen und zuwenig Flanken sorgten in der Kombination dafür, dass früher oder später immer ein Monheimer Bein im Weg stand, wenn wir den Abschluss suchten.
So spielte sich das meiste Spiel in deren Hälfte ab, wo sie mit 4 Feldspielerinnen im eigenen Strafraum verteidigten. Die zwei, die für Entlastung sorgen sollten, hat unsere Defensive wieder oft, wenn auch nicht immer im Griff.
Irgendwann passierte es dann doch. Die x-te Chance machten wir dann auch mal endlich rein und das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. Wir waren nicht mehr so aggressiv, aber für die Monheimer Bemühungen reichte es noch. So ging dieses Spiel vermeintlich unspektakulär vorüber. Aber etwas hieran ist dennoch bemerkenswert. Denn schließlich hatten die Monheimer verdammt lange die 0 hinten gehalten, als ein Team, das deutlich weniger Erfahrung als wir hatten. Da muss man schon sagen, dass wir als Favorit nicht überzeugten. Das lag in diesem Spiel klar an der zwar sehr tief stehenden aber leidenschaftlich verteidigenden Abwehr der Monheimerinnen. Eine alte Fußballweisheit lautet ja bekanntlich, dass jeder Gegner nur so gut ist, wie man ihn lässt. In dem Spiel waren wir nicht gut.
 
Als die Kids den Slush-Stand stürmten und sich auf das Halbfinale freuten, erfuhren wir, dass wie befürchtet der GSV Langenfeld unser Gegner werden würde. Unser Lieblingskonkurrent auf Augenhöhe. Das Duell, das für die Kids die ganze Saison über schon so wichtig war und wo wir bisher in der Summe unserer Begegnungen nur eine Nasenspitze voraus waren.
Die nächste Nachricht lautete, dass der Außenseiter vom TSV Aufderhöhe den Lokalrivalen BV Gräfrath auch dank ihrer hervorragenden Torhüterin aus dem Pokal gekegelt hätte. Glückwunsch dem TSV, die vielleicht in Gedanken nur für eine Partie angereist waren, sich aber im Derby im 8m Schießen durchsetzen konnten, nachdem sie zuvor konzentriert zu Null gespielt hatten. Auf der anderen Seite tut‘s mir für Luis und seine Gräfrather Mädels leid, die nun zum dritten Mal in der Saison nur durch eine solche Lotterie gestoppt wurden (Kreishallenpokal gegen Mettmann, hauseigenes Hallenturnier gegen uns und nun Bergischer Pokal gegen Aufderhöhe). So grausam kann der Fußball sein.
 
Frisch gestärkt und bei stetig steigenden Temparaturen ging es nun gegen das Team mit dem Rehkitz. Alle wußten, dass wir alles geben mussten, nur damit das dennoch eine enge Kiste werden würde.
Beide Teams waren von Anfang an giftig in den Zweikämpfen und hellwach im Stellungsspiel. Was die Kids nicht mitbekamen war, dass schnell einige neutrale Zuschauer am Spielfeldrand das hohe Niveau einer E-Juniorinnen Partie verfolgten. Es waren weniger die Einzelaktionen als vielmehr gelungene Passstaffetten die beiden Teams jeweils zwei Großchancen in der ersten Halbzeit spendierten. Wir hatten dabei einmal verdammt Schwein, als ein strammer Schuß von rechtsaußen erst an die Unterlatte knallte, von dort vom Innenpfosten nach draußen abprallte. Wir schwitzten nicht nur wegen der prallen Sonne.
Wasser tanken, durchschnaufen, Tipps vom Trainer abholen und wieder ab auf den schattenlosen Kunstrasen. Wieder hingen sich die Mädels voll rein, gaben Vollgas. Und schließlich passiert das, was in solchen Spielen immer passiert. Wir dribbeln uns mal auf der Flanke durch, stecken den Ball in den Rücken der zurückeilenden Abwehrspieler und eine steht goldrichtig und schiebt die Kugel rein. Jubel bei uns aber nur Entschlossenheit in den Gesichtern der Langenfelder. Es geht wieder mit höchstem Tempo hin und her. Da alle gut mit nach hinten arbeiten, wird der jeweilige Gegner aber nicht wirklich zwingend. Nur einmal träumen die Langenfelder. Nach einer Ecke für uns wird der Ball nicht weit genug geklärt. Aus ca. 15 Metern nimmt Berfin Anlauf und nagelt die Pille passgenau in den rechten Winkel. Die Langenfelder Abwehr rückte zu spät raus aber nahm der Torhüterin wohl die Sicht. 2:0 für uns. Und wieder stecken die Langenfelderinnen nicht auf. Sie spielten weiter kontrolliert offensiv. Einmal stimmt dann Zuordnung nicht in unserer Abwehr und wir werden sofort gnadenlos ausgespielt. Anschlusstreffer. Zittern. Kämpfen. Gegenhalten. Nervöser Blick auf die Uhr. Noch zwei Minuten. Langenfeld schmeißt alles nach vorne. Jetzt nur deren Spiel unterbinden. Nichts mehr anbrennen lassen. Langenfeld rennt immer wieder an. Abpfiff!
 
Was für ein Pokalfight. Was für ein Krimi. Und wieder war es nur ein Sonntagsschuss der den Unterschied ausmachte. Das Wichtigste aber war, dass wir nicht nur das Spiel sondern schon längst den Respekt unseres Lieblingsgegners gewonnen hatten.
Was passierte auf dem anderen Platz? Die dank Freilos frischen Mädels vom Sportring Solingen besiegten Aufderhöhe deutlich. (4:0? Ich bin mir nicht sicher.)
Da standen wir nun. Nur mit einer kurzen Pause gesegnet und bereits 80 Minuten Spielzeit in den Knochen. So froh ich darüber bin, dass der Bergische Pokal doch noch ausgetragen wurde, so sehr wurde uns allen bewußt, warum sowas normalerweise an 3 Spieltagen und nicht an einem einzigen ausgetragen wird. In den Verbandsregeln heißt es eigentlich, dass die maximale Spielzeit pro Tag bei Spielen und Turnieren nicht die Standardspielzeit plus 50% übersteigen darf. Das bedeutet in der E-Jugend 75 Minuten. Da waren wir bereits drüber, das Thermometer zeigte 32°C im Schatten, den es auf dem Rasen nicht gibt und die Mädels tummelten sich nur noch im Schatten und kühlten sich mit Wasser im Mund auf dem Kopf.
 
Die Erschöpfung milderte merklich die Vorfreude auf das Finale. Auch da wir wußten, dass der Sportring etwas ausgeruhter war als wir und die letzte Partie in Haan ein Eishockeyergebnis von 6:5 zu unseren Gunsten war. Da weiß man wieder, wie gefährlich die sein können, wenn man sie lässt. Dagegen hilft nur, dem Gegner bildlich gesprochen auf den Füßen zu stehen, was man zwar mit einfachsten Mitteln hinkriegen kann, aber nur mit extrem hohem läuferischem Aufwand. Und das nun an einem heißen, langen Tag wie diesem.
Bevor wir rüber zum Platz gingen schauten wir alle nochmal auf den dicken Pott, der vor der Turnierleitung aufgestellt war. Das Ding wollten wir haben.
 
Die Kids schmissen sich wieder voll in die Zweikämpfe, versuchten gleichzeitig aber auch immer wieder mit Pässen vorzustoßen. Viel spielte sich dennoch im Mittelfeld ab. Das Chancenplus konnten wir allerdings nicht umsetzen. Kurz vor der Halbzeit wurde Sportring immer noch von seinem Trainer sortiert. In der Halbzeit weinte unsere Torfrau. Ein Spruch, den ich auch am gegenüberliegenden Ende vom Feld noch gut hören konnte, war ihr nah gegangen: „Die ist schlecht bei flachen Abstößen. Steht höher.", war das Kommando gewesen. Das brachte ihrem Trainer aber auch Kritik aus der eigenen Elternschaft ein.
Wir munterten sie auf. Aber eigentlich gab sie die Antwort schon längst auf dem Platz. Ihre Abstöße waren heute einwandfrei. Einer der Punkte, in der sie sich die ganze Saison über stetig verbessert hatte. Aber auch wie sie rauslief und sich vor den Stürmerinnen aufbaute sorgte dafür, dass wir trotz schwindender Kräfte die Führung halten konnten.
Dann kam der langersehnte Pfiff. Jubel! Glückwünsche! Und mit einem Lächeln warteten wir auf die Siegerehrung. Da sich das aber noch ein wenig hinzog, feierten wir schon mal ein wenig unterm Rasensprenger auf dem Nebenplatz. Die verdiente Abkühlung nach dem Kampf.
 
Wir sind froh, dass der Pokal noch ausgetragen wurde und hoffen ein würdiger Nachfolger für die Gruitener zu sein, die den Titel nicht verteidigten und sehr wahrscheinlich hätten gewinnen können. Ich freue mich sehr, die ehrlichen Glückwünsche von Teams wie dem GSV Langenfeld bekommen zu haben. Und vor allem bin ich stolz auf die Mädels, die sich selbst mit ihrer großartigen Entwicklung und ihrem langen Atem im dritten Jahr mit diesem Titel belohnten. 
 
Es holten für das ganze Team den Titel:
Annika, Berfin, Greta, Greta, Joséphine, Olivia, Saliha, Sara und Shima
 
Trainer:
Björn, Cihan
 
Bericht:
Björn

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Ernst Brinck & Co. GmbHHaaner FelsenquelleAndreas PlutoSteuerberaterin OettingerStadt-Sparkasse Haan

Trainingszeiten

Mittwoch

18:00 - 19:30

Sportplatz Hochdahler Str.

Freitag

18:00 - 19:30

Sportplatz Hochdahler Str.

Nächstes Spiel

09.12.2017 00:00

SSVg 06 Haan

DJK TuSA 06

Letztes Spiel

11.11.2017 13:00

JSG Aufderhöhe-Höhscheid 1

3

SSVg 06 Haan

1

Tabelle

1. Tuspo Richrath 1

21

2. TSV Gruiten 1884 e.

21

3. SC Rhenania Hochdahl

15

4. FSV Hilden

13

5. BV Gräfrath

13

6. JSG Aufderhöhe-H.

12

7. DJK TuSA 06

9

8. 1.FC Monheim 1

9

9. TSV Urdenbach U11

6

10. SSVg 06 Haan

3

11. JSG Aufderhöhe-H.

3

12. MSV Opladen

0

So spielt die Liga

11.11.2017 09:30

TSV Gruiten 1884 e.V.

8

1.FC Monheim 1

2

11.11.2017 10:30

SC Rhenania Hochdahl

6

DJK TuSA 06

1

11.11.2017 11:00

JSG Aufderhöhe-Höhscheid 2

6

TSV Urdenbach U11

1

11.11.2017 11:00

MSV Opladen

0

BV Gräfrath

2

11.11.2017 12:30

Tuspo Richrath 1

5

FSV Hilden

0

11.11.2017 13:00

JSG Aufderhöhe-Höhscheid 1

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SSVg 06 Haan

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